Grüntee-Extrakt

Gruentee-Extrakt Zutat in Synergo
Wissenswertes zu Grüntee

Vor ungefähr 4700 Jahren begann die Geschichte des Grüntees in China, war aber lange Zeit nur dem kaiserlichen Hof vorbehalten. Anfänglich wurde Tee nur als Medizin betrachtet. Ein angesehener chinesischer Chirurg empfahl im dritten Jahrhundert v. Chr. Tee als wirksames Mittel zur Steigerung der Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit. Während der Tang-Dynastie (618-907) etablierte sich Tee mehr und mehr auch als Genussmittel. Der Buddhismus, der sich während dieser Zeit in China ausbreitete, verhalf auch dem belebenden Tee zu mehr und mehr Popularität nicht nur in der chinesischen Bevölkerung, sondern auch im asiatischen Ausland wie Japan oder Korea. Die buddhistischen Mönche verwendeten Tee nicht nur als Medizin, sondern auch, um während ihrer stundenlangen Meditationen wach zu bleiben und die Verdauung zu unterstützen.

In Europa war Grüntee und Tee allgemein bis ins 16. Jahrhundert hinein völlig unbekannt, erste Erwähnung fand er in einem Brief eines portugiesischen Missionars im fernen Osten an den König Portugals 1569 als medizinisches Getränk und die portugiesische und holländische Handelsflotte brachten das Teekraut im 16. Jahrhundert erstmals nach Europa. Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts erlangte Tee durch englische Einwanderer auch in Nordamerika immer mehr an Beliebtheit.

Grüntee und Schwarztee werden aus der gleichen Pflanze hergestellt. Erst die Bearbeitung der Blätter bringt den Unterschied. Schwarztee wird fermentiert, wodurch viele der wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden. Grüntee hingegen wird hergestellt, indem die Blätter der Teepflanze (botanisch: Camellia sinensis) zuerst luftgetrocknet und dann geröstet (eher in China) oder gedämpft (eher in Japan) werden. So wird eine Oxidation verhindert was die gesunden Nährstoffe und starken Antioxidantien (Polyphenole) bewahrt und die grüne Farbe der Blätter erhält. Um Grüntee-Extrakt herzustellen, werden die Teeblätter dann noch zerdrückt und zu Pulver gemahlen.

Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in Grüntee-Extrakt:
Aminosäuren

Theanin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Cystein, Phenylalanin, Tyrosin, Threonin, Tryptophan, Valin, Arginin, Histidin, Alanin, Asparaginsäure, Glutaminsäure, Glycin, Prolin, Serin, Harnsäure, Purin

Ballaststoffe

Poly-Pentosen, Poly-Hexosen, Poly-Uronsäure, Cellulose, Lignin

Mineralstoffe

Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Chlorid

Spurenelemente

Eisen, Zink Kupfer, Mangan, Fluorid, Iodid

Ungesättigte Fettsäuren

Hexadecensäure/Palmitoleinsäure, Octadecensäure/Ölsäure, Omega-6-Fettsäuren (Octadecadiensäure/Linolsäure), Omega-3-Fettsäuren (Octadecatriensäure/Linolensäure)

Vitamine

Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E (Alpha-Tocopheroläquivalent), Vitamin E (Alpha-Tocopherol), Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B3 (Niacin, Nicotinsäure), Vitamin B3 (Niacinäquivalent), Vitamin B5 (Pantothensäure), Vitamin B6 (Pyridoxin), Vitamin B9 (gesamte Folsäure), Vitamin B12, Vitamin K

Sekundäre Pflanzenstoffe / Flavonoide

Epigallocatechingallat (EGCG), Epicatechin, Epicatechingallat, Epigallocatechin, Kämpferol, Quercetin, Myricetin (sekundäre Pflanzenstoffe sind nicht nutritive bioaktive Substanzen mit gesundheitsfördernder Wirkung)

Wirkung von Grüntee-Extrakt

Die heilend wohltätige Wirkung des Grüntees rührt hauptsächlich von den darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen (Flavonoiden) und Antioxidantien her. Hauptwirkstoff ist das Antioxidans Epigallocatechingallat (EGCG), das etwa ein Drittel der Trockenmasse des Grüntees ausmacht.

Kognitive Fähigkeiten.  Grüntee-Extrakt und besonders die darin enthaltene Aminosäure Theanin kann die Gedächtnisleistung sowie kognitive Funktionen des Gehirns verbessern, indem die Verbindung zwischen den Regionen der Großhirnrinde, die für das Arbeitsgedächtnis entscheidend sind, verstärkt wird.

Verhinderung von Eiweiß-Ablagerungen / Plaque.  Neurodegenerative Erkrankungen wie Formen der Demenz (z.B. Alzheimer) und Parkinson werden durch die Bildung von Amyloidfibrillen verursacht. Das Flavonoid Epigallocatechingallat (EGCG) verhindert deren Bildung durch Bindung an die nativen, noch ungefalteten Polypeptidketten (Eiweiße). Dadurch werden statt der toxischen, faserförmigen Amyloidfibrillen harmlose, sphärische Oligomere gebildet und Eiweiß-Ablagerungen verhindert oder aufgelöst. Auch gemäß Studienresultaten von Forschern der Universität Basel hat Grüntee-Extrakt großes Potenzial, die Behandlung von neurodegenerativen Störungen wie Demenz zu verbessern.

Flavonoide unterstützen Stoffwechselprozesse.  Die Flavonoide im Grüntee beeinflussen eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper positiv, so wirken sich beispielsweise Catechine positiv auf den Cholesterinspiegel aus (LDL wird gesenkt, HDL bleibt). Flavonoide sollen außerdem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken sowie das Immunsystem stärken.

Entzündungshemmende und antioxidative Wirkung.  Die Catechin-Gerbstoffe in Grüntee wirken antimikrobiell, antiviral, antibakteriell, entzündungshemmend, blutgerinnungshemmend und stark antioxidativ. Als Antioxidantien können sie reaktive Sauerstoffverbindungen im Körper abfangen. Diese sind mitverantwortlich für die Entstehung von Krebs. Ihre entzündungshemmende Wirkung beruhigt unter anderem auch den Magen-Darmtrakt etwa bei Durchfall und wirkt allgemein gegen entzündliche Erkrankungen aller Art.

Trotz all dieser vorteilhaften Wirkungen auf die Gesundheit muss bei Grüntee-Extrakt besonders auf eine bewusste Dosierung geachtet werden, denn neuere Studien beschäftigen sich mit dem Zusammenhang von Leberschäden und Bluthochdruck und einer überdosierten Einnahme von Grüntee-Extrakt (und der darin enthaltenen Catechine).